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Aktuelles

Komm mit uns auf einen lehrreichen Ausflug in Ozeaneum Stralsund.

Unsere Freiwilligen haben das Aquarium in Stralsund besucht, um mehr über die Ostsee und den Meeresschutz zu erfahren. Schaut euch doch mal an, was sie dabei gelernt haben.

Unsere Freiwillige Konstantina posiert vor einer Gruppe von Humboldt-Pinguinen

Das Ozeaneum befindet sich in Stralsund, nur eine halbe Stunde mit dem Zug von Greifswald entfernt. Anfang April machten sich unsere Freiwilligen im Rahmen ihrer Lernreise für "Concrete Deeds for the Baltic Sea" auf, das Ozeaneum zu erkunden. Diese Initiative zielt darauf ab, die Menschen über den Grad der Verschmutzung aufzuklären und ihre Alltagsgewohnheiten im Hinblick auf eine nachhaltigere Zukunft zu ändern.

Das Museumsgebäude beherbergt fast 50 Aquarien und Ausstellungen, die sich mit dem Weltmeer, der Ostsee, der Erforschung und Nutzung der Meere befassen, sowie einen Raum mit dem Titel "Riesen der Meere" im Maßstab 1:1, in dem man Wale in ihrer vollen Größe sehen und die immersive Show "Die Welt der Wale" erleben kann. Auf dem Dach des Gebäudes, genauer gesagt auf der Dachterrasse, findet man zudem eine Gruppe von Humboldt-Pinguinen, die man aus nächster Nähe beobachten kann. Das i-Tüpfelchen ist das „Open Atlantic Ocean“-Becken mit einem Volumen von 2.600.000 Litern und einer Grundfläche von 292 Quadratmetern, in dem eine Vielzahl von Meereslebewesen zu sehen ist.

Aber wenden wir uns nun dem Thema Ostsee zu.

Das Ozeaneum widmet dem Thema Ostsee, einem halbgeschlossenen, artenreichen Meer in Nordeuropa, eine ganze Ausstellung. Dort können Sie sich über die natürlichen Lebensräume informieren und erfahren, wie sich der Salzgehalt auf die bevorzugten Lebensräume der Lebewesen auswirkt.

Die Nordsee versorgt die Ostsee mit salzhaltigem und sauerstoffreichem Wasser. Der Salzgehalt des Wassers nimmt jedoch nach Norden und Osten hin kontinuierlich ab. Mehr als 140 Fischarten bewohnen die Ostsee, und der Salzgehalt beeinflusst die Vielfalt ihres Meereslebens. Die Artenvielfalt erreicht ihren Höhepunkt bei einem Salzgehalt von etwa 35 Promille und nimmt proportional zum sinkenden Salzgehalt ab. Nur im westlichen Teil der Ostsee ist der Salzgehalt fast so hoch wie der der Nordsee. Östlich des Darßer Schwelle nimmt der Salzgehalt ab, was die Fortpflanzung vieler Arten unmöglich macht.

Die Ostsee zeichnet sich auch durch ihre vielfältige geologische Struktur aus. Sie umfasst drei große geologische Einheiten – den Baltischen Schild, die Osteuropäische Plattform und die Mitteleuropäische Senke – mit unterschiedlichen Gesteinsformationen aus verschiedenen geologischen Epochen.

Eine weitere interessante Tatsache über die Ostsee ist das Vorkommen von Schweinswalen in ihren Gewässern. Schweinswale sind kleine Zahnwale, die sich allein, zu zweit oder in Gruppen in der Ostsee bewegen. Sie sind die einzige Walart, die sich in der Ostsee fortpflanzt, doch ihre Existenz ist gefährdet; bei der Fischjagd verfangen sich Schweinswale in Fischernetzen und ersticken.

Menschliche Aktivitäten in der Ostsee haben zu einer Störung des Ökosystems und der Artenvielfalt des Meeres geführt. Das Meer ist überfischt und verschmutzt. Seine Komplexität macht es besonders anfällig, daher müssen wir jetzt handeln. Unser Besuch im Ozeaneum war ein unterhaltsames und interessantes Erlebnis, aber auch lehrreich und aufschlussreich. Mit der Initiative CoDe Sea hoffen wir, so viele Menschen wie möglich zu erreichen und sicherzustellen, dass die Botschaft zum Schutz der Ostsee verbreitet wird. Bleibt auf unseren Plattformen auf dem Laufenden, denn es gibt bald mehr zu diesem Thema!